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StWZ Energie AG
Mühlegasse 7
4800 Zofingen, CH
062 745 32 32,
info@stwz.ch

Aktuelle Störungsmeldung

05.10.2022 08:37 Uhr Altstadt Zofingen - Öffentliche Beleuchtung

Zur Kontrolle der Strassenbeleuchtung ist diese tagsüber eingeschaltet. Unsere Mitarbeiter fahren systematisch die Altstadt in Zofingen ab, um die defekten Lampen zu ersetzen. 

Wir danken Ihnen für Ihr Verständis.

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Versorgungssicherheit Gas und Strom

News

Die Energieversorgung in der Schweiz ist gefährdet. Russland hat die Gaslieferungen nach Europa massiv eingeschränkt, in Frankreich ist die Hälfte der Kernkraftwerke nicht in Betrieb. Der Bund hat deshalb eine Verordnung zur Gasmangellage in die Konsultation geschickt. Auch beim Strom kann es zu Massnahmen kommen.


In Europa bereitet man sich schon seit Monaten darauf vor, wie man ohne Putins Gas durch den Winter kommen soll. Mit den massiven Einschränkungen, beispielsweise durch die Abschaltungen der Gaslieferungen durch die Nordstream-Pipeline nach Deutschland, stellt der russische Präsident Europa vor einen Prüfstein. Ob oder wie lange das Gas für den kommenden Winter reicht, hängt unter anderem stark davon ab, wie kalt der Winter wird und wie sich die Gaslieferungen nach Europa entwickeln.

Gas

Vier Stufen zur Mangellagen-Bekämpfung

Der Bundesrat hat am 31. August 2022 eine Verordnung, die das Vorgehen im Falle einer Gasmangellage regelt, in eine dreiwöchige Konsultation geschickt. Darin wird festgehalten, welche Massnahmen ergriffen werden sollen. Die Massnahmen sind in vier Stufen unterteilt. Stand heute befinden wir uns noch in keiner Stufe. Sparappelle würden in der ersten Stufe vehementer an die Bevölkerung und Unternehmungen gerichtet. Grundsätzlich gilt aber bereits jetzt: Was wir jetzt einsparen, können wir im Winter einsetzen. Laut der Verordnung wären folgende weitere Massnahmen vorgesehen, falls die Sparappelle nicht ausreichen:

  • Stufe 2: Umschaltung auf Zweistoffanlagen. Diese Anlagen müssen auf Öl umstellen, CO2-Abgabe würde voraussichtlich gelockert
  • Stufe 3: Einschränkungen und Verbote: Verbindliche Beschränkung der Raum und Heisswassertemperatur. Ausserdem Heizverbot für private Schwimmbäder, anschliessend für öffentliche Bäder, Saunas, Heizstrahler u.ä.
  • Stufe 4: Kontingentierungen auf Prozentsatz, je nach schwere der Mangellage. Von dieser Massnahme wären alle Gasbezüger betroffen mit Ausnahme von z.B. Privathaushalten, Spitäler, Altersheimen, Pflegeheimen, Polizei, Feuerwehr, Trinkwasser und Energieversorgung, Abwasserreinigung, Abfallentsorgung

Diese Massnahmen können je nach Lage der Situation auch in einer abgeschwächten Version in Kraft gesetzt werden. Zurzeit ist die Kriseninterventionsorganisation Gas (KIO Gas) im Aufbau. Sie untersteht der wirtschaftlichen Landesversorgung des Bundes und wird auf deren Anweisung aktiv, wenn eine Gasmangellage eintritt.

Energie ist knapp. Verschwenden wir sie nicht. Wie man effizienter mit Energie umgehen können, finden Sie hier.

Die vier Stufen an Massnahmen bei einer Gas-Mangellage

infografik gasmangellage


Schweizer Gaswirtschaft hat Reserven aufgebaut

Da die Schweiz keine eigene Gasproduktion oder -speicher besitzt, ist sie vom Ausland abhängig. Die Schweizer Gaswirtschaft beschafft das Gas auf den Märkten in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Italien. Wenn also in diesen Ländern zu wenig Gas vorhanden ist, beeinflusst das auch die Schweiz. Die regionalen Gasnetzbetreiber haben deshalb 15 Prozent des inländischen Jahresverbrauchs (35 Terawattstunden) in Speicheranlagen in den Nachbarländern gelagert. Zusätzlich stehen 20 Prozent des Schweizer Winterverbrauchs (6 Terawattstunden) in Frankreich, Deutschland, Italien und den Niederlanden in Form von Optionen für zusätzliche Gaslieferungen zur Verfügung und sind kurzfristig abrufbar. Da diese Reserven im Ausland angelegt sind, ist die Schweiz jedoch weiterhin abhängig von deren Solidarität. Mit Frankreich bestehen momentan bereits Staatsverträge, mit Deutschland ist die Schweiz diesbezüglich im Austausch. Am Ende kann man nur darauf hoffen, dass diese Länder sich auch an die Abmachungen halten, wenn sie sich selbst in einer Mangellage befinden.
 

Strom

Versorgungssicherheit Strom

Das Risiko einer Strommangellage

Die tiefere Stromproduktion sowie der höhere Verbrauch in den Wintermonaten machen die Schweiz abhängig von Stromimporten. In Europa wird im Winter für die Stromproduktion viel Gas benötigt. Daher sind die Gas- und Stromversorgung sehr eng miteinander verbunden. Bleibt das Gas also aus oder ist in geringeren Mengen verfügbar, wirkt sich das entsprechend auch auf die Stromproduktion im Ausland aus. Daher hängt die Wahrscheinlichkeit einer Strommangellage auch stark von der Gassituation ab.
 


Strom sparen, Kontingentierung entgehen

In der Schweiz wurde bereits vor längerem die «Organisation für Stromversorgung in ausserordentlichen Lagen» (OSTRAL, www.ostral.ch) gegründet, welche einen Plan für Mangellagen entwickelt hat. Hier wird momentan im Rahmen der Energiesparkampagne auf freiwillige Sparmassnahmen gesetzt. Helfen diese nicht und würde sich eine Mangellage abzeichnen, kämen erste Verbote und Verbrauchseinschränkungen dazu.
 

Die wirtschaftliche Landesversorgung bestimmt die Bereitschaftsgrade 1 bis 3 und beantragt den Breitschaftsgrad 4 beim Bundesrat

Gas BG


Betroffen wären beispielsweise Schaufensterbeleuchtungen oder Schwimmbäder, die das Wasser mit Strom erhitzen. Wirken diese Sparmassnahmen weiterhin zu wenig, werden die Energiemengen im Auftrag des Bundes basierend auf einer Verordnung durch die Stromnetzbetreiber kontingentiert. Dabei sind Grossverbraucher mit einem jährlichen Strombedarf von mehr als 100'000 Kilowattstunden betroffen. Bleibt die Mangellage weiterhin bestehen, kommt es zu temporären und kontrollierten Abschaltungen. Momentan sind die Stromnetzbetreiber daran, sich auf dieses Szenario vorzubereiten. Grossverbraucher haben bereits im Herbst 2021 erste Informationen erhalten und wurden aufgefordert konzeptionelle Überlegungen zu möglichen Einsparmassnahmen vorzubereiten.

Grundsätzlich sind sämtliche Kundinnen und Kunden angehalten, speziell in den Wintermonaten sparsam mit Strom umzugehen. Energie ist knapp. Verschwenden wir sie nicht. Wie man effizienter mit Energie umgehen kann, finden Sie hier.
 

Für die Verbrauchslenkung im Bereitschaftsgrad 4 ist ein Massnahmenportfolio vorbereitet

Gas BG 4

Wasserversorgung

Für StWZ hat die Wasserversorgung bei einer Energiemangellage höchste Priorität. Zyklische Stromabschaltungen sollten keine Auswirkungen auf die Zofinger Wasserversorgung haben. StWZ benötigt Strom, um das Wasser von den Pumpwerken in die Reservoirs zu pumpen. In den Reservoirs kann StWZ einen Bedarf von mehreren Stunden bis wenige Tage lagern. Von dort fliesst das Wasser durch sein Eigengewicht zu den Kunden. Bei länger anhaltenden Stromausfällen hat StWZ zudem Notstromaggregate, mithilfe derer man das Wasser in die Reservoirs pumpen könnte. Bei einer Strommangellage hilft Wasser sparen ebenfalls, um die Versorgungssicherheit zu verbessern.