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StWZ Energie AG
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Abbauprodukte von Chlorothalonil im Grund- und Quellwasser

News

Das Zofinger Trinkwasser hat eine sehr gute Qualität und kann trotz nachgewiesenen Abbauprodukten von Pflanzenschutzmitteln uneingeschränkt getrunken werden.

Das Trinkwasser in Zofingen besteht aus Grund- und Quellwasser. Das Wasser aus allen Fassungen wurde auf Pflanzenschutzmittel-Abbauprodukte, sogenannte Metaboliten, untersucht. Für einige dieser Metaboliten sind die Messverfahren erst seit Kurzem verfügbar.

Neubeurteilung Chlorothalonil
Ende des letzten Jahres hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) alle Abbauprodukte von Chlorothalonil auf der Basis einer Neubeurteilung als relevant eingestuft. Der Einsatz des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil ist seit dem 1. Januar 2020 nicht mehr zugelassen. Zudem wurde der Höchstwert für Abbauprodukte von Pflanzenschutzmittel beim Trinkwasser auf 0.1 Mikrogramm pro Liter festgelegt.

Aktuelle Situation
Der Untersuchungsbericht vom Februar 2020 zeigt, dass bei den Quellwasser-Proben der Höchstwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter deutlich unterschritten wird. Im Quellwasser für die Zofinger Brunnen wurden ebenfalls keine relevanten Werte gemessen. Die drei Grundwasserpumpwerke jedoch zeigen nachweisbare Abbauprodukte. Der Höchstwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter wird nur vom Metaboliten R471811 überschritten. Es wurden Werte bis 0.3 Mikrogramm pro Liter gemessen. Alda Breitenmoser, Leiterin Amt für Verbraucherschutz Kanton Aargau, sagt dazu: «Der Metabolit R471811 ist seit Jahrzehnten im Trinkwasser diverser Versorger, war bis vor Kurzem jedoch nicht bekannt und konnte somit auch nicht gemessen werden». Sie ergänzt: «Im Kanton Aargau sind vermutlich viele Wasserfassungen von zu hohen R471811 Werten betroffen.» Durch das Verbot von Chlorothalonil wird die Konzentration dieses Metaboliten im Trinkwasser geringer. Wie lange dies dauern wird, ist noch unklar.

Wasser uneingeschränkt trinkbar
Das Abbauprodukt R471811 wurde von der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) auf die toxikologischen Eigenschaften beurteilt. Alda Breitenmoser informiert dazu: «Basierend auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen wurde es als relevant, aber nicht als krebserregend eingestuft.» «Somit», bestätigt Breitenmoser, «besteht durch Chlorothalonil-Metaboliten keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung, so dass das Trinkwasser weiterhin uneingeschränkt getrunken werden kann.» Die Wasserqualität ist damit wie bisher immer noch sehr gut. StWZ setzt alles daran, die Höchstwerte für die Chlorothalonil-Abbauprodukte einzuhalten. Damit der Verlauf der Konzentration im Trinkwasser überwacht werden kann, wird die Qualität des Wassers aus allen Fassungen regelmässig überprüft. StWZ arbeitet mit dem Aargauer Amt für Verbraucherschutz (AVS) zusammen, um die Werte des Abbauprodukts zu reduzieren. «Im Moment», erläutert Breitenmoser, «gibt es noch kein praktikables und wirtschaftlich vertretbares Verfahren zur Entfernung von Chlorothalonil-Abbauprodukten.» Dank dem Verbot von Chlorothalonil wird die Konzentration der Metaboliten im Trinkwasser mit Sicherheit abnehmen.