StWZ schliesst arbeitsintensives Geschäftsjahr erfolgreich ab
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Stadtpräsident André Kirchhofer hat als Vertreter der Aktionärin Einwohnergemeinde Zofingen an der 24. ordentlichen Generalversammlung der StWZ Energie AG den Ge-schäftsbericht sowie die Jahresrechnung 2025 genehmigt. Das Geschäftsjahr war ge-prägt von richtungsweisenden Projekten, neuen gesetzlichen Anforderungen und einer steigenden Stromrückspeisung.
Die StWZ Energie AG blickt auf ein arbeitsintensives Geschäftsjahr zurück. Sinkende Energiepreise und rückläufige Absatzmengen bei Strom und Gas führten zu einem tieferen Umsatz. Wichtige Projekte, wie die Einführung eines neuen ERP-Systems, die Ausgliederung der Fernwärme und die Prüfung eines Zusammenschlusses mit den Städtischen Betrieben Olten (sbo), beanspruchten zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen.
Ergebnis trotz tieferem Umsatz deutlich verbessert
An der ordentlichen Generalversammlung vom 3. Juni 2026 verabschiedete Stadtpräsident André Kirchhofer als Vertreter der Alleinaktionärin, der Einwohnergemeinde Zofingen, den StWZ-Geschäftsbericht 2025. Der konsolidierte Umsatz reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10.3 Prozent auf 75.4 Millionen Franken. Hauptgründe dafür sind tiefere Gas- und Strompreise sowie gesunkene Absatzmengen bei Strom und Gas.
Trotz tieferem Umsatz konnte der Unternehmensgewinn nach Steuern um rund 98 Prozent auf 3.2 Millionen Franken gesteigert werden. Verwaltungsratspräsident Hans-Ruedi Hottiger erläuterte: «Das erfreuliche Ergebnis zeigt, dass die Massnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Wirkung zeigen.» Dazu gehörten unter anderem die verstärkte Nutzung interner Ressourcen, die Priorisierung von Investitionen sowie gezielte Effizienz-
massnahmen.
Stromrückspeisung verändert Netzbetrieb und Beschaffung
Ein wichtiges Thema im Geschäftsjahr 2025 war die weiter zunehmende lokale Stromproduktion. Die Anzahl der Photovoltaikanlagen im Netzgebiet von StWZ stieg bis Ende 2025 auf 594 Anlagen. 84 davon wurden im Laufe des Jahres neu installiert und in Betrieb genommen. Insgesamt wurden rund 8.5 Gigawattstunden Solarstrom ins Netz von StWZ eingespeist – so viel wie noch nie zuvor.
«Der steigende Anteil an Solarstrom stellt uns im Netzbetrieb und in der Beschaffung vor neue Herausforderungen», erklärte Paul Marbach, Geschäftsführer der StWZ Energie AG. Einerseits wird weniger Strom aus dem Netz bezogen, wodurch die Netzkosten auf geringere Absatzmengen verteilt werden. Andererseits muss das Netz zunehmend Leistungsspitzen aus der Stromrückspeisung aufnehmen können. Zudem ist die Prognose von Solarstrom anspruchsvoll, was sich auf die Kosten der Energiebeschaffung auswirken kann.
Zusammenschlussprojekt geht in entscheidende Phase
Neben dem operativen Tagesgeschäft standen mehrere strategische Projekte im Fokus. Dazu gehörten die Einführung des neuen ERP-Systems, die Ausgliederung der Fernwärmesparte in die Fernwärme Unteres Wiggertal AG (FUWI) sowie das Zusammenschlussprojekt «Frohburg» mit den Städtischen Betrieben Olten. André Kirchhofer würdigte an der Generalversammlung den Einsatz von StWZ und ihrer Mitarbeitenden im Namen des Zofinger Stadtrats: «StWZ hat 2025 in einem anspruchsvollen Umfeld wichtige Grundlagen für die Zukunft geschaffen.»
Besonders das Zusammenschlussprojekt mit sbo ist für die Stadt Zofingen von grosser Bedeutung. Das vorliegende Detailkonzept zeigt, dass ein Zusammenschluss im Vergleich zum Alleingang die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit steigern, die Kostenstruktur verbessern und die regionale Versorgung stärken würde. Die definitive Entscheidung über den Zusammenschluss ist Ende 2026 vorgesehen. In den nächsten Wochen werden die Botschaften mit allen Anträgen und Dokumenten für den politischen Prozess erarbeitet. Diese werden anschliessend den zuständigen politischen Gremien in Olten und Zofingen vorgelegt.
StWZ befindet sich in einer transformativen Phase
Zum Abschluss betonte Hottiger, dass StWZ trotz des guten Ergebnisses vor anspruchsvollen Jahren steht: «Gesetzliche Vorgaben, die zunehmende Dezentralisierung der Stromproduktion und steigende Anforderungen an Infrastruktur und Dienstleistungen fordern Energieversorger stark. Entscheidend ist, dass wir diese Entwicklung aktiv gestalten.»
StWZ setze deshalb weiterhin auf Effizienz, gezielte Investitionen und geeignete Partnerschaften. «Mit den aktuellen Projekten wie der Einführung eines neuen ERP-Systems und der Prüfung des Zusammenschlusses mit Olten befinden wir uns in einer transformativen Phase», so Hottiger. «Damit schaffen wir wichtige Voraussetzungen, um die Versorgungssicherheit in der Region und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu stärken.»
Bildlegende (v.l.n.r.): Hans-Ruedi Hottiger, VR-Präsident StWZ, Stadtpräsident André Kirchhofer, Vertreter der Akti-onärin, und Paul Marbach, Geschäftsführer StWZ.